Heinrichsfest 2015

geschrieben am 22. August 2015 in Allgemein

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Die VEBU Regionalgruppe Bamberg ist beim Heinrichsfest mit Ihren Partnern auf Einladung des Erzbischöflichen Ordinariats auch 2015 wieder gern gesehener Gast. In diesem Jahr standen unter dem Motto “weltgewandt & himmelwärts” geistliche Ordens-Berufe im Mittelpunkt, die ja Botschafter des Glaubens überall auf der Welt, insbesondere in Ländern der Dritten Welt sind. Der Domplatz wurde zum Marktplatz der Möglichkeiten christlicher Nächstenliebe. Sich vorwiegend pflanzlich zu ernähren ist bereits ein Akt tätiger Nächstenliebe gegenüber den Hungernden in der Welt und gegenüber den leidenden Geschöpfen. Die Deutschen selbst essen zwar immer weniger Fleisch, doch ist Deutschland  Fleischexportland aus industrieller Massen- und Tierqualhaltung letztlich für Fastfood-Ketten. Exportiert wird das hier in Tierfabriken unter unwürdigsten Methoden produzierte Billigfleisch auch in Länder der Dritten Welt und zerstört dort die heimischen bäuerlichen Märkte. So wird den notleidenden armen Menschen nicht nur die Existenzgrundlage entzogen sondern auch die Nahrungsgrundlage, denn für Futtermittel-Monokulturen und Weideflächen werden Regenwälder abgeholzt und Unmengen von Ressourcen verschwendet. Um ein Kilogramm Rindfleisch zu produzieren benötigt man zum Beispiel 15.500 Liter sauberes Trinkwasser, um ein Kilogramm Kartoffeln zu erzeugen jedoch nur 900 Liter Trinkwasser. Ebenso werden fruchtbare Böden für die Futtermittelproduktion gebunden, statt direkt für den Lebensmittelanbau der heimischen Menschen zugute zu kommen. Um die Unmengen von Tierfutter profitabel für die Massentierhaltung bereitstellen zu können, wird  Gentechnik und Chemie eingesetzt, da die gesetzlichen Schranken in diesen Ländern fehlen oder nur unzureichend überwacht werden. In etwa 98 % des verzehrten Fleisches stammt aus Massentierhaltung und nur zwei Prozent aus artgerechter Biohaltung.

Die Fleischproduktion durch Massentierhaltung ist auch erwiesenermaßen im großen Maß ursächlich für die Produktion klimaschädlicher Gase wie Methan.  Durch den Klimawandel nimmt die Zahl von Klimakathastrophen zu. Zunehmende Stürme, Hochwasser und Dürren stürzen Millionen von Menschen in große Not und es wird daher immer mehr Klima-Flüchtlinge in die (noch) gemäßigten Zonen geben. Diese Zusammenhänge sind der Kirche als Anwalt der Armen und Hungernden sowie der Schöpfung bewusst geworden und zwingen auch  jeden verantwortungsbewussten Christen zum Handeln.

Es ist ganz einfach – durch eine vorwiegend pflanzlich orientierte Ernährung, frisch, bio, regional und saisonal aus der Gärtnerstadt Bamberg.

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Das Erzbistum Bamberg mit Schwerpunkt Entwicklungspolitik zeigt wie es geht:  “Wir haben verstanden” – Dienst am Nächsten, Tier-, Umwelt- und Klimaschutz mit Messer und Gabel ist möglich. Eine Schnippelparty als Gemeinschaftsevent mit gerettetem Gemüse stimmte bereits am Samstagabend auf das Fest ein und bescherte einen leckeren Eintopf.

Insbesondere die Teams von Burg Feuerstein gefielen jedoch durch Ihr leckeres Speisenangebot :

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So mit Domburger und Feuerburger nachhaltig gestärkt und angefeuert kommt die christlich engagierte Jugend sichtlich dem Himmel näher.

 

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Mit dabei waren beim Heinrichsfest 2015 auch unsere Partner vom Verein “Ärzte gegen Tierversuche Bamberg e.V.”, die auf das unnötige Leiden der Tiere in Versuchslaboratorien hinweisen.

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Abschließend herzlichen Dank an Erzbischof Ludwig Schick und an Michael Kleiner als den Leiter des Fachreferats “Weltkirche” im Erzbischöflichen Ordinariat für die freundliche Einladung und die gute Kooperation.

Vorweg schon jetzt vielen Dank an Klaus Schwaab als den Umweltbeauftragten der Erzdiözese Bamberg für die Einladung der VEBU Regionalgruppe Bamberg zum “Landtag”, dem großen Nachhaltigkeitsfestival auf Burg Feuerstein am 27.09.2015.